Wie versprochen folgen jetzt einige Fotos meiner Litauen-Reise. Von Dienstag bis Freitag war ich dienstlich im Einsatz und ab Freitag Nachmittag dann privat mit Dorota und Lina unterwegs. Dorota ist extra dafür aus Polen angereist um ein Wochenende mit uns zu verbringen :-)
Von Mittwoch bis Freitag fand die ICT2013 Veranstaltung statt, das größte IKT Event (Konferenz + Ausstellung) Europas mit über 5.000 Teilnehmern. Hauptsächlich waren Forscher dort, aber auch Industrievertreter und Politiker. Wir hatten dort die "LSP Projekt Roadshow". und den Preis für den besten Stand gewonnen. Könnte aber daran liegen, dass wir einen Eisstand hatten (siehe Foto unten). Es gab gratis Eis, das man sich selbst zusammen stellen konnte! Und das war einfach der Hit! Das Motto war, dass Eis wie die "building blocks" der Projekte unterschiedlichst zusammen gestellt werden können. Zuerst gab es Grundsorten (Milch, Schokolade, Joghurt), dann gefrorene Früchte wie Mangos, Erdbeeren und Feigen (und viele mehr) und dann "Toppings" wie Kokosflocken, Streusel, Nüsse oder saure Kracherl zur Auswahl. Am Ende konnte man noch einen Geschmack hinzufügen (Kren, Chili, Ingwer, Zimt...). Und das alles wurde dann vermengt zu einer wirklich cremigen und einzigartigen Masse. Naja, also das war die riesen Attraktion und bei uns bildeten sich lange Schlangen.
Ich hatte aber auch super interessante berufliche Gespräche mit Leuten aus der Dom. Rep., Südafrika, Palästina und natürlich mit vielen Europäern. Das Projekt war sehr gefragt, wie immer!
Am Samstag war Lina so lieb ein Auto zu mieten, damit wir nach Trakai fahren konnten um uns die mittelalterliche Halbinselburg anzuschauen.
Während meines ganzen Aufenthalts hab ich kein einziges Mal die Sonne gesehen und es war generell sehr nebelig, nass und kalt. Also ein konträrer Gegensatz zu meinem Sevilla-Besuch. In Trakai gab es natürlich auch Souvenirstände...
Weg zur Burg
Lustig, die kleinen Treppen und Gänge... Eigentlich nix für die großen Balten.
Achtung, Kanonen!
Spezialität in Trakai sind Kibinai. Die sind ähnlich wie unsere Schinkenkipferl, nur gibt es die Kibinai mit unterschiedlichen Füllungen (Hühnchen, Gemüse, Schokolade, Nuss...). Sehr lecker!
Eine der litauischen Spezialitäten sind Cepelinai - ähneln unseren Knödeln und bestehen aus einer Kartoffelmasse außenrum. Cepelinai (s.u.) gibt es auch mit diversesten Füllungen.
Danach sind wir weiter in die Innenstadt gefahren! Unten ist die Kathedrale mit dem Glockenturm zu sehen.
Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die alte Burg. Davon besteht nur noch der Teil am Hügel und ein weiterer kleiner unten. Wir sind natürlich rauf den Hügel gegangen und dann auch auf den Turm selbst um eine schöne Aussicht zu haben.
Von der alten Ruine oben konnte man schön über die Altsadt schauen, die übrigens ein UNESCO Weltkulturerbe ist.
In dem Gebäude unten gibt es ein Bild der Madonna. Angeblich hat die mal Blut geweint. Jedenfalls zieht das viele Gläubiger an, vor allem aus dem religiösen Polen.
Noch einmal die Kathedrale in der Nacht.
Und danach ging es noch zum Einkaufen und dann heim zum Entspannen und frisch machen. Nachdem es dann aber so stark regnete, wollten wir nimmer raus/fort gehen und deshalb haben wir uns in unserem Apartment nieder gelassen und kalt gegessen. Untertags haben wir ja schon genügend Cepeliani, Kibinai und Kuchen verdrückt - da war mir das nur recht.
Hier sieht man noch die Hauptstraße.
War wirklich super, Dorota und Lina wieder zu treffen. Wir hatten viel Spaß. Und das ganze war sogar halbwegs entspannend... Schockiert war ich von den Preisverhältnissen dort! Sachen im Supermarkt waren extrem günstig, aber als ich dann erfuhr was so das durchschnittliche Einkommen dort ist wurde mir das ganze klarer. Litauen musste durch den EU-Beitritt auch sein einziges AKW abschalten. Womit sie jetzt sowohl Strom, Gas und Öl (Benzin) importieren müssen und das ist dann natürlich nicht dem Gehaltslevel entsprechend angepasst.
Das war's von meinem ersten Besuch am Baltikum!