Mittwoch Nachmittag nach der Ankunft und einer längeren Anreise noch schnell zum Mosteiro dos Jerónimos gedüst... Das Kloster liegt im Stadtteil Belém, also weiter außerhalb und ist seit 1983 UNESCO Weltkulturerbe.
In der Kirche "liegen" einige bekannte Portugiese in ihren Sarkophagen. Unten ist z.B. der von Vasca da Gama, dem berühmten Seefahrer, zu sehen. Der hat was entdeckt? Ja genau, den Seeweg nach Indien. Den wollte eigentlich der Kolumbus entdecken. Damals herrschte ein Wettlauf zwischen den Portugiesen und den Spaniern. Kolumbus war ja, obwohl Italiener, im Dienste der Spanier.
Auch interessant: In dem Kloster wurde von allen damaligen Regierungschef der EU Vertrag von Lissabon unterzeichnet.
Hübscher Kreuzgang!
Zu unterem Bild muss man sich nur noch Mönche vorstellen, die in ihren Kutten durch die Gänge wandern.
Ganz in der Nähe vom Kloster und auch im Stadtteil Belém steht das Denkmal der Entdeckungen am Rande des Flusses Tejo, der dort in den Atlantik mündet.
Blick Richtung Innenstadt
Das Wetter in Lissabon war eigentlich recht angenehm. Es hatte um die 15C, bei Regen und Wind fühlte es sich aber wie 0C an. Dafür bei Sonnenschein wie 20C. Jedenfalls wurde es da am Flussrand gegen Abend hin sehr unangenehm und nass... Dafür war es bei meiner Abreise schön sonnig.
Hier der Blick vom Denkmal oben auf das Kloster
Dort geht's raus ins offene Meer. Von hier aus haben die portugiesischen Seefahrer ihre Entdeckungsreisen gestartet.
Coole Brücke!
Ganz vorne bei dem Denkmal der Entdecker steht Prinz Henrique, welcher der Initiator der Entdeckungsfahrten war und somit die europäische Expansion voran trieb.
Noch eines der Wahrzeichen von Lissabon, der Torre de Belém! Wie man sieht, herrschte zum Zeitpunkt meines Besuches aber Flut.
Hochstrahlbrunnen
Der Elevador de Santa Justa (s.u.) wurde von einem Schüler Gustave Eiffels erbaut. Er schaut dem Eiffeltrum auch ein bissi ähnlich, finde ich. Heute wird er als Aussichtsturm für Touristen verwendet und die Verbindungsbrücke dahinter verbindet den Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Chiado.
Gegenüber von dem Hotel in dem ich für die zwei Nächte einquartiert war, fand in der Stierkampfarena, die heute als Veranstaltungszentrum verwendet wird, zur Zeit meines Besuchs eine Schokoloadenmesse statt (Chocoalte em Lisboa). Die hatte sogar praktischerweise bis 21:30 offen und Eintritt war nur 3€. Ich würde sagen das war bei meinem derzeitigen Schokoladenwahn Schicksal! Natürlich musste ich dort hin und hab mir dafür vor der Abendveranstaltung am Donnerstag etwas Zeit nach dem Meeting eingerechnet. Zum Glück war das Essen in Portugal erst später angesetzt. Dort wird natürlich erst so um 20:00 oder 21:00 zu Abend gegessen. Für die 3€ war es halt auch eine sehr kleine Messe mit nur wenigen Ausstellern. Die hatten aber tw. wirklich lustige Kreationen zu bieten und auch große Marken wie Valrhona waren vertreten. Von dem Stand mit den Pralinen am Foto danach hab ich für meine Schwiegermama fürs Schweinchen-Sitten (Lau war zur selben Zeit in Tschechien) ein paar extravagante Pralinen mitgenommen. Zum Beispiel eine Tomatenpraline oder...
...eine mit Gänseleber (Foie Gras). Aber ich hab auch weniger exotisches, zum Beispiel Erdbeer- oder Zitronenpralinen mitgenommen.
Tja und dann am Freitag ging es auch schon wieder heimwärts. Durch die Schwangerschaft wird mir das Fliegen derzeit ja etwas unangenehmer gestaltet da ich ja u.a. bei längeren Reisen Thrombosespritzen setzen muss und diese Kompressionsstrümpfe tragen soll. Deshalb wird das wohl einer der letzten Dienstreise-Posts gewesen sein. Mit Kind wird ja dann sowieso alles anders :-)
Lissabon war auch bei meinem zweiten Besuch toll! Das ist wirklich eine äußerst sehenswerte Stadt mit einer stark unterschiedlichen Kultur, einer großartigen Lage zwischen Meer Fluss und auf Hügeln und hat viele interessante Sehenswürdigkeiten, Plätzchen und Eigenheiten zu bieten. Einzig mit der Arbeitsweise dort würde ich auf die Dauer nicht zurecht kommen... Die Südländer sind da so entspannt. Selbst als ich es am Flughafen eilig hatte und hinter mir noch 20 Kunden waren hat der Kassierer noch mit den Kunden davor herum gespaßt und sie gefragt ob sie nicht noch etwas anderes kaufen möchten oder nicht davon probieren wollen, etc. Ein portugiesischer Kollege hat dann erzählt, dass sie tw. Essen für 20 Personen auch erst einen Tag davor bestellen. Dann müssen die halt alles über die Nacht organisieren. Ja, so arbeiten die dort auch wirklich. Auch im Projekt ist das nicht viel anders... Zum Urlauben wie gesagt angenehm und auch nicht störend wenn sie alles entspannt machen, aber nichts für Kathis Alltag! Dennoch alles sehr sehr freundliche und liebe Leute!!!


















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