Wie gesagt hat dieses Treffen in Lindau am Bodensee stattgefunden. Einer Tourismus-Stadt, die in den 4 Tagen der Veranstaltung von uns "Young Economists" besetzt war :D Insgesamt waren rund 370 Yound Economists und ich glaube 17 Nobelpreisträger anwesend. Journalisten waren ungefähr halb so viele wie Young Economists da - lag aber vor allem an der Eröffnungsrede des deutschen Bundespräsidenten... Bei dem Nobelpreisträgertreffen in Naturwissenschaften hat übrigens Bill Gates die Eröffnungsrede gehalten!
Naja, also ich bin jedenfalls von Wien nach Zürich geflogen und dann von Zürich mit dem Zug weiter nach Lindau. Reisezeit waren 3 Stunden, aber mit warten und so hat es in Summe 7 Stunden gedauert - also genauso lange wie die Zugfahrt gedauert hätte :D Zürich ist jedenfalls super organisiert, beim Förderband für die Gepäckabholung wird sogar in Minuten angegeben wie lange man warten muss...
Sonst war die Schweiz (nachher kommt auch noch St. Gallen) super teuer, liegt aber am derzeitigen Euro Wechselkurs. Eine Banane 2,80 Schweizer Franken (~ 2,80€), eine Kugel Eis 2 CHF. WAHNSINN!
Also wie gesagt hat der deutsche Bundespräsident, Christian Wulff, eine sehr EZB und Merkel kritische Eröffnungsrede gehalten. Weil die EZB ja Staatsanleihen kauft und aber eigentlich eine unabhängige Institution sein sollte. Wulff wurde sogar mit Standing Ovations verabschiedet... Aber die Rede war wirklich sehr gut :-)
Bild von dem Inneren der Inselhalle
Der Mathematiker John Nash Jr. bei seinem Vortrag. Den kennt ihr sicher aus dem Film "A Beautiful Mind", für den Nash's Leben als Vorlage galt. Da wird er von Russell Crowe gespielt. Den Nobelpreis hat er für seine Spieltheorie erhalten... Mittlerweile ist er schon ziemlich alt und geistig auch schon etwas fertig. Vor allem schlimm weil die ganzen jungen Forscher ein Foto mit ihm wollten und er das über sich ergehen hat lassen...
Das Event war so ausgelegt, dass man viele Gelegenheiten zum Networken kann. Einerseits eben hatte man viele Möglichkeiten mit den Nobelpreisträgern zu diskutieren, etwa bei den Diskussionssessions am Nachmittag oder bei den Abendveranstaltungen (gemeinsame Abendessen) - andererseits diente das ganze zum Austausch mit den anderen Wissenschaftlern. Und zwar waren diese oft von ziemlich renommierten Unis und Organisationen, wie dem IWF oder Unis wie Harvard, Yale, Oxford, etc. Ich hab sogar einen jungen deutschen Abgeordneten kennen gelernt. Wirklich toll... Oft war ich aber mit dem Schweizer Jan unterwegs, hier zu sehen im Gespräch mit einer Kanadierin, die in Santa Cruz (Kalifornien) studiert...
Das Wetter war eigentlich eher zum Baden geeignet als für den Besuch der Tagung. Hier der Blick auf den Bodensee...
Caren aus Schweden, gebürtige Chinesin, bei der Abendveranstaltung
Im Hintergrund ist Myron S. Scholes zu sehen. Nobelpreisträger 1997. Seine Frau war witzig, die hat wie wild aus dem Nähkästchen geplaudert - u.a. was sie für ein Vermögen haben, etc.
Hier ist Sir James Mirrlees bei einem Interview mit Studenten zu sehen... Der wurde sogar für seine Verdienste von der Queen geadelt. Nobelpreisträger 1996, achso der Preis heißt eigentlich korrekt "Bank of Sweden Prize in Economic Sciences in Memory of Alfred Nobel.
Roger B. Myerson über die "Moral Hazard of banker/broker und deren Einbezug". Der war wirklich sympathisch, bin mit ihm und seiner Frau am Tisch beim Abendessen am Donnerstag gesessen.
Hier eine Sehenswürdigkeit von Lindau: Das Alte Rathaus. Darin war an einem Nachmittag eine Diskussionssession mit Prof. Mirrlees, die ich mir angehört hab'. Der ist wirklich sehr in Ordnung... Hat viel über Food Prices und die Abhängigkeit gesprochen.
Samstag ging es dann auf die Universität in St. Gallen.
Nach der Diskussionsrunde...
..hat der deutsche Finanzminister Schäuble die Abschlussrede gehalten. War aber eher auf Kuschelkurs, im Vergleich zum dt. Bundespräsidenten.
War eine wirklich tolle Sache, dass ich dort hin durfte. Ich glaube, man hat nur 1x im Leben so eine Möglichkeit mit Nobelpreisträgern in Kontakt zu treten. Außerdem hab' ich wirklich viele Kontakte knüpfen können. Mit den makroökonomischen Modellen hab ich nicht so viel anfangen können, aber es wurden auch viele aktuelle Themen (Unruhen in Europa, Afrika wegen Arbeitslosigkeit; Länder Nahe dem Staatsbankrott und die Situation der Wirtschaft - also Rezession oder doch schon Aufschwung?) behandelt - was besonders interessant war.
Einen noch ausführlicheren Bericht, den ich für die FH schreiben durfte, könnt ihr HIER finden.
PS.: Derzeit bin ich großer musikalischer Fan von "Finger & Kadel - Wahnsinn", für alle Fans von "Satisfaction" ;-)



















































